Wanderbericht - Höhlen- und Schluchtensteig
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 23. September 2011 um 17:41 Uhr Geschrieben von: Günter Hussong (Wand)
Erst vor wenigen Wochen wurde in Kell der Traumpfad
"Höhlen- und Schluchtensteig Kell" offiziell eröffnet.
Dieser neue Traumpfad (von bisher 26) ist einer der schönsten Traumpfade des Kreises Mayen-Koblenz.
Er hat alles, was den Wanderer glücklich macht:
naturbelassene Pfade, Höhlen, Schluchten, Wasserwege, freie Blicke und schöne Aussichten.
Außerdem ist es ein geologischer Lehrpfad, wo Erdgeschichte und Vulkanismus des Laacher See-Gebietes hautnah erlebt werden können. Günter Hussong hatte sich daher kurzfristig entschlossen, diesen Wanderweg den Wanderfreunden des Turnvereines Remagen anzubieten.
Es war mal wieder - wie so oft - an diesem Maiwandertag vor Gewitter und Unwetter gewarnt worden. Die Verhandlungen des Wanderführers mit dem Wanderwettergott waren jedoch erfolgreich. Nach Anreise mit Bahn und Bus ins Brohltal starteten 25 Wanderer am "Jägerheim".
Der erste Höhepunkt führte durch die Trasshöhlen, wo man sich davon überzeugen kann, welche Aschemengen beim Ausbruch des Laacher See-Vulkans im Brohltal niedergingen.
Die Höhlen sind durch den späteren Trass-Abbau (wertvoller Baustoff) bereits durch die Römer entstanden.


Nach Durchgang durch die Höhlen ging es weiter über Wiesenpfade und sodann aufwärts ins Tönissteiner Bachtal, vorbei an den ehemaligen Fachkliniken und der Klosterruine Tönisstein zur Wolfsschlucht. Unterwegs gab es immer wieder interessante erdgeschichtliche Aufschlüsse zu entdecken.

Die Wolfschlucht (ein historisches Katastrophengebiet) war lange Zeit wegen eines Erdrutsches gesperrt. Nun ist sie durch fleißige Helfer wieder gut begehbar gemacht worden. Hier kann man Urwaldatmosphäre hautnah erleben. Der geringe Wasserstand lässt zur Zeit die Kaskaden und den Wasserfall leider nicht voll zur Geltung kommen.Trotzdem war erkennbar, mit welcher Kraft sich der Bach im Laufe von 13.000 Jahren durch die Ascheablagerungen des Vulkanausbruchs bis auf das devonische Untergestein eingegraben hat.

Nach Verlassen der Wolfschlucht führte der Weg Richtung Wassenach zum Römerbrunnen, wo die erste Rast eingelegt wurde.

Frisch gestärkt marschierte die Truppe bergan zum höchsten Punkt der Wanderung und wieder abwärts - an Krayermühle und Pöntermühle - vorbei ins urwüchsige Pöntertal.

Vom Pöntertal aus musste wieder in einem steilen Anstieg Höhe gewonnen werden. Der Waldpfad geleitete jedoch jetzt wieder gemächlich - am Schützenhaus vorbei - zur Schönen Aussicht mit Blick ins Brohltal und Trasshöhlen.

Die letzten Kilometer abwärts auf Serpentinenpfädchen nach Bad Tönisstein wurden flott bewältigt.
Pünktlich nach Zeitplanung kehrte die Truppe im Bierkeller des neuen Seniorendomizils zur Endrast ein.
Jetzt durfte es auch etwas regnen (jedoch nur bis zur Rückfahrt).
Der neue (tatsächlich traumhafte) schöne und abwechslungsreiche Traumpfad hat tief beeindruckt.
Es bestätigte sich damit erneut: "Wandern ist gesund, Wandern macht glücklich!".
Wer jetzt Lust zum Wandern bekommen hat, ist herzlich zu unserer
nächsten Tour (über Karmelenberg nach Kobern-Gondorf) eingeladen.
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