Herbstwanderungen
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 24. November 2011 um 21:13 Uhr Geschrieben von: Günter Hussong (Wand)
Das diesjährige tolle Herbstwetter nutzte die Wandergruppe zu wiederum erlebnisreichen Wanderungen an Mosel, Nette, Rhein und Lahn.
Die Untermosel (links und rechts) war das Ziel von 3 Wandertouren:
Zunächst führte eine Wanderung von Kattenes nach Hatzenport. Nach dem Start ging es sofort aufwärts zur Moselhöhe mit dem ersten Aussichtspunkt (Blick auf das eben verlassene Kattenes).
Anschließend führten schmale (wenig bekannte) Wald-Wanderwege zu Aussichten (Burgenblick) auf die andere Moselseite mit den Burgen Thurant und Ehrenburg. 

Bald war der Traumpfad "Hatzenporter Laysteig" erreicht, wo an der Kreuzlay tief unten die Mosel mit dem Weinort Hatzenport zu sehen ist. Weiter führte der Weg über die Moselhöhe und anschließend abwärts in das bekannte Schrumpftal mit gut erhaltenen Mühlen.
Der folgende steile Anstieg zu Süsseberg und Rothenberg brachte die Truppe mächtig ins Schwitzen. Nunmehr näherten wir uns aus westlicher Richtung auf dem Weinwetterwanderweg dem Tagesziel.
Eine kleine Gruppe ließ es sich nicht nehmen, auf dem letzten Teilstück über den Klettersteig abzusteigen, während der Rest direkt die Straußwirtschaft "Brunnenhof" ansteuerte.
Die nächste linksseitige Moselwanderung wurde in Kobern-Gondorf gestartet. Nach Besichtigung des malerischen alten Ortskernes von Gondorf mit vielen historischen Gebäuden u.a. Schloß Liebig - ehem. Niederburg - und Schloß von der Leyen (auch Oberburg genannt) als einzige Wasserburg an der Mosel ging es aufwärts zur Carlshöhe oberhalb von Lehmen.

Weiter über Lehmener Höfe, wieder durch bewaldete Moselhänge (ehemalige Weinberge) konnten an Würzlay, Wandlay und Ausoniusstein tolle Aussichten genossen werden. Über freie Flächen (mit Blick auf Burg Thurant) führte der Weg sodann über Moselsürsch zum letzten Höhepunkt des Tages durch das "Katteneser Mühlental". Steil abwärts an vielen gut erhaltenen (restaurierten) Mühlen vorbei war bald das malerische Weinörtchen Kattenes erreicht.
In einem bekannten Weinhaus klang ein schöner Herbstwandertag aus.
Bei vielen Wanderung diente uns der weithin sichtbare Fernmeldeturm des Kühkopfes als Orientierungspunkt. Was lag näher, dem Kühkopf mal auf die Pelle zu rücken.
Dies geschah bei der Wanderung "Kühkopf - Dieblich", also vom Hunsrück an die Mosel.
Der Linienbus brachte uns zur Haltestelle "Kühkopf an der Hunsrückhöhenstraße". An der Gaststätte "Forsthaus Kühkopf" vorbei führte der Weg (teilweise steil bergan) durch prähistorisch interessantes Gebiet zum Kühkopf, wo der Fernmeldeturm endlich mal aus der Nähe betrachtet werden konnte. Leider kann der Turm nicht besichtigt werden; ein Drehrestaurant auf dem Turm wäre auch nicht schlecht.
Vorbei an Eichenplatz wanderten wir zum Layerberg mit schöner Aussicht auf die Eifelhöhen. Zielstrebig wurde jetzt auf einem schmalen Naturpfad (Schoppenstecherweg) durch bunten Herbstwald Kondertal und Mosel angestrebt. Nach Queren des Kondertales ging es in Serpentinen immer noch auf naturbelassenen Waldpfaden, die allerdings etwas steinig waren, wieder stetig nach oben auf die Hunsrückhöhe 
um schließlich am höchsten Punkt, die Autobahn zu unterqueren.
Nach weiteren 2 km abwärts durch den Wald hatten 27 Wanderer - nach rd 15 km anspruchsvoller Wanderung über Stock und Stein - endlich den Weinort Dieblich am rechten Moselufer erreicht.
Die Wanderung Nievern - Fachbach - Ehrenbreitstein
führte diese Mal wieder an die Lahn.
Bevor bei dieser Tour am Tagesziel "Weinhaus Wagner" in Ehrenbreitstein eingekehrt werden konnte, waren einige Kilometer (ca 15 km) und Umwege zu überwinden.
Nach Überqueren der Lahn führte der Wanderführer die Gruppe auf die rechtseitige Lahnhöhe zur im Wald gelegenen Marienkapelle. (Zwei Wanderer wollten abkürzen und wanderten separat.)
Nach dem Abstieg war der Fachbach (Namensgeber der Gemeinde Fachbach) auf einem längeren Anstieg zum Golfplatz auf der Denzerheide unser Begleiter. Auf einer schönen Baumallee wurde der Golfplatz übequert, um in den Immendorfer Wald zu gelangen.
Hier meldeten sich telefonisch die beiden Wanderer, die abkürzen wollten, und teilten mit, dass sie sich leider verlaufen hätten.Telefonisch wurden die Vermissten wieder an die Hauptgruppe heran gelotst. Gemeinsam wanderte die Truppe sodann über Mühlenbacherhof zum Mühlenbach.
Dem Mühlenbach folgend vorbei an Grube Mühlenbach, Egesbergerhof und Kornsmühle traf die Gruppe gleichwohl zeitgemäß am Endziel "Weinhaus Wagner" ein.
Hier gab es Wein von der kleinen Weinlage im Mühlental.
Nach dem ersten Glas legten sich auch rasch die Aufregungen über die vermissten Wanderer.
Durchs untere Nettetal
Als Fortsetzung der bisherigen Nettetalwanderung stand die Strecke von der Flöcksmühle (bei Ochtendung) nach Weißenthurm auf dem Programm.
Eine kleine, jedoch leistungsstarke Gruppe, hatte sich zu dieser Tour eingefunden. Das Wetter war - wie immer in den letzten Wochen - sonnig und angenehm mild.
Auf einem bequem zu gehenden Wanderweg ging es rund 15 km entlang der Nette abwärts Richtung Rhein folgend vorbei an Korbsmühle, Heselermühle, Ruine Wernerseck, Rauschermühle, Nettehammer, Nettewasserfall nach Weißenthurm.

Zum Schluss konnte noch der Seniorenspielplatz an der Seniorenresidenz getestet werden.
Zu Schloß Stolzenfels
Als vor 2 Jahren auf der Wanderung von Koblenz nach Rhens Schloß Stolzenfels wegen der Renovierungsarbeiten zur BUGA nicht besichtigt werden konnte, hatte der Wanderführer zugesagt, bei Wiedereröffnung die Besichtigung nachzuholen. Das Warten hat sich gelohnt.
Schloß Stolzenfels strahlt nach weitgehender Renovierung im neuen Glanz.

Nach kurzem und steilen Anstieg von der Bushaltestelle war die Gruppe pünktlich um 11:00 Uhr am Schloßeingang. In einer einstündigen Führung wurde uns Geschichte und Zustand des Schlosses anschaulich vermittelt.

Nach der Besichtigung begann die eigentliche Wanderung. Über den Pastorenpfad durch das Gründgesbachtal wurde der Aussichtspunkt Augustahöhe angesteuert.
Hier war die erste Rast bei herrlichem Blick ins Rheintal. Noch einige Höhenmeter weiter nach oben führte die Wanderung zum Lößkopf zur Tageshöhe von 370 m.
Über Kühkopf, Kühborn, Forsthaus, Lichte Eichen wanderte die Truppe nunmehr wieder Richtung Rhein. Noch die letzten Meter durch das Königsbachtal und es war - wie immer genau im Zeitplan - das Tagesziel Königsbach am Rhein erreicht.
Beim obligaten Einkehrschwung im Brauereiausschank klang wieder ein schöner Wandertag aus.
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